Hammer und Nagel

Wer ausschließlich einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. (Paul Watzlawick)

Ich versichere Ihnen: Der Werkzeugkasten, mit dem wir arbeiten werden, enthält dies und das, aber keinen Hammer, keine Axt und auch kein scharfes Schwert für etwaige gordische Knoten. Wir Saarländer sagen: „Mit Gewalt hebt man Geißen um.“ Will heißen: von einfachen Aufgaben abgesehen ist Gewalt zu nichts Gescheitem zu gebrauchen.

Womit arbeite ich dann? Ein paar Gedanken hierzu:

Der Mensch ist keine Insel.
Das Problem, ob Konflikt oder nicht, haben Sie nicht alleine (gemacht). Immer ist es ein Zusammenspiel, nur dass es sich nach einem Spiel so gar nicht anfühlt. Wie erlebe ich die Anderen, wie die Anderen mich? Wer sich selbst von Außen betrachten kann, ist im Vorteil. Wer die Anderen von innen sieht – und versteht – ebenfalls.

Der Mensch hat eine Vorgeschichte.
Wir schauen nach den verdrängten inneren Konflikten, den unbewussten Mustern, mit denen Sie sich regelmäßig ein Bein stellen.
Erkenne Dich selbst! Wer sich besser versteht, hat weniger Probleme. Oder löst sie leichter. So einfach ist das. Und so schwer.

Der Mensch ist ständig mit großen Themen befasst.
Angst, Ratlosigkeit und überwältigende Trauer bedrohen uns, wenn wir schwach sind und die Probleme uns im Griff haben. Für uns selbst Verständnis aufzubringen, uns Schwäche zu erlauben, macht uns stärker. Und allmählich wächst die Zuversicht.

Ein Problem hat eine Geschichte und eine Erzählung
Und diese Erzählung ist nicht optimal, sonst wäre da kein Problem. Sie enthält Legenden, Annahmen, Urteile, und die sind mal triftig, mal verkehrt und irreführend und fast immer: irgendwo dazwischen. Im Konfliktfall sind, genau genommen, zwei Erzählungen anzutreffen: die Erzählung des Kontrahenten und meine die, die unversöhnlich scheinen. Aber es nicht sein müssen.

Im Moment der Beratung stehen Sie mitten in der Krise, in der es wenig Sinn hat, die Schuld des Anfangs zu verhandeln. Das führt zu nutzlosen Schleifen, endlosen Grübeleien, fruchtlosem Streit. In einer gelingenden Beratung werden an dieser Stelle die Karten neu gemischt. Ein Wandel tritt ein. Neues wird sichtbar, Unbekanntes bewusst und Ungewusstes bekannt.

Daran wollen wir arbeiten, indem wir die Karten neu mischen, denn soviel ist sicher:

Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende. (Oscar Wilde)